Nützliche Programme – Persönliche Empfehlungen

Vor kurzem wurde wieder mal ein Rechner mit Windows 7 neu aufgesetzt. Aus dem Download-Ordner lässt sich nun ganz gut nachvollziehen, welche Programme als erstes installiert wurden. Die folgende Liste gibt ein paar Empfehlungen, welche Programme auf keinem Windows-Desktoprechner fehlen sollten.

Firefox

Meiner Meinung nach ein Muss. Komfortables browsen vom Feinsten. Der vorinstallierte Internet-Explorer bietet bei weitem nicht die Möglichkeiten, die Firefox anzubieten hat, zumal sich dieser mit diversen Add-ons erweitern lässt.

PasswordSafe

Wer hat schon alle seine Passwörter immer im Kopf. Ich hoffe ja sehr, dass der geneigte Leser nicht für alle Webseiten das gleiche Passwort verwendet, sondern für jede Webseite und jeden Dienst ein eigenes. Um dann den Überblick zu behalten, bieten sich Programme an, die die Passwörter verwalten und mit nur einem Masterpasswort zugänglich machen. Das Programm meiner Wahl war dafür PasswordSafe, da es als Windows- und Linux-Version zu haben ist und auch ein CLI-Zugriff auf die gespeicherten Passwörter unter Linux zur Verfügung steht.

Microsoft Security Essentials

Auf einem Windows-Desktop-System muss ein Virenscanner installiert werden. Nach anfänglichen Experimenten und jahrelangem Einsatz von Avira habe ich mich dann doch für die Lösung von Microsoft entschieden, da dessen Erkennungsrate nicht schlechter als vergleichbare Produkte ist. Technisch wird Microsoft schon wissen, wie ein Virenscanner ins hauseigene Betriebssystem einzubinden ist und als Bonus ist das Ganze werbefrei und aktualisiert sich selbstständig mit Hilfe von Windows Update.

Sysinternals Suite

Wer programmiert und ein bisschen tiefer in die Windows-Internals einsteigen möchte, dem empfehle ich unbedingt die Sysinternals Suite. Die Sysinternal Tools wurden früher von Mark Russinovich erstellt und später von Microsoft aufgekauft. Auf diversen Microsoft-eigenen Screenshots findet man schon Tools aus der Sysinternals Suite, besonders den gegenüber dem Windows-Taskmanager um Welten erweiterten Process-Explorer.

OpenOffice

Jeder muss ab und an mal einen Brief schreiben, evtl. ein paar Daten in einer Tabellenkalkulation erfassen oder auch eine Einladung für die nächste Geburtstagsfeier erstellen. Für diesen Zweck bietet sich Microsoft Office an. Doch, wer möchte schon Geld ausgeben, wenn es die gleiche Funktionalität auch als kostenlose Software gibt. OpenOffice bietet alles, was Microsoft Office hat. Das auch mal als Hinweis an alle Cracker, die Microsoft Office unberechtigterweise einsetzen. OpenOffice steht dem Microsoft-Produkt dabei in keiner Weise nach. Zusätzlich beinhaltet OpenOffice ein Datenbank-Frontend, welches bei Microsoft als MS Access zusätzlich erworben werden muss.

Thunderbird

Windows 7 beinhaltet in der Standardinstallation keinen E-Mail-Client mehr. Microsoft Outlook Express wurde in Rente geschickt, erlebt aber in den Windows Live Tools eine Reinkarnation als Windows Live Mail. Leider fehlen Windows Live Mail immer noch Features, die Thunderbird seit Jahren hat. Thunderbird läßt sich ebenso wie Firefox mit diversen Add-ons erweitern. Mit dem Add-on Lightning erhält Thunderbird eine Kalenderkomponente und steht damit im Funktionsumfang Welten über dem alten Outlook Express.

Notepad++

Bei Programmierern beliebt und auch sonst für alle Bearbeitungen von Textdateien nützlich. Durch die bei der Installation durchgeführte Integration in das Kontextmenü des Windows Explorers können alle möglichen Textdateien einfach in Notepad++ geöffnet und bearbeitet werden. Notepad++ bring dabei einen beachtlichen Umfang an vorinstallierten Parsern für das Syntax-Highlighting mit. Der Erfolg von mit Add-ons erweiterbaren Programmen setzt sich auch hier fort: Notepad++ lässt sich mit vielen Plugins erweitern.

7Zip

Wer häufig mehrere Dateien gleichzeitig per E-Mail versendet wird vor dem Problem stehen, diese in einem Archiv packen zu wollen. Das spart Speicherplatz und Übertragungszeit. Packer gibt es sehr viele, seit Windows XP ist ZIP auch direkt in Windows integriert und nennt sich dort „Komprimierte Ordner“. Leider ist ZIP wie auch das verbreitete RAR kein freies Format und muss als Shareware gekauft werden. 7Zip dagegen steht auf allen Betriebssystemen zur Verfügung und ist ein freies Format. Daneben kann 7Zip auch RAR- und ZIP-Archive (und viele mehr) entpacken. Die Komprimierleistung liegt dabei gleichauf mit RAR, brauch sich also nicht hinter den vielen anderen verstecken.

PuTTY

Für Webseitenbetreiber mit SSH-Zugang zu ihrem Server ist PuTTY unerlässlich. Nach meinen Informationen ist es auch der einzigst frei erhältliche SSH-Client unter Windows. Wer zur Verwaltung seines Routers einen Telnet-Client benötigt, ist auch mit PuTTY gut bedient. Microsoft installiert unter Windows 7 den hauseigenen (altbackenen) Telnet-Client nicht mehr standartmäßig.

MyPhoneExplorer

Zugegeben: eine sehr spezielle Empfehlung. Für Besitzer von SonyEricsson-Handys aber ein Muss. Leichtgewichtiger als die PC-Suite und dennoch (bis auf MMS) gleichwertig. Ohne PC-Suite (die aktuell auch nicht mehr von der SonyEricsson-Webseite heruntergeladen werden kann) kann man für die Installation der USB-Treiber auf das „Universal-Treiber-Paket für Sony Ericsson“ von grisu59964 zurückgreifen.

RSSOwl

Wer täglich auf dem Laufenden bleiben möchte, hat sicher ein paar RSS-Feeds abonniert. Komfortabel kann man das mit dem Google Reader erledigen, allerdings teilt man damit auch Google mit, welche News einen interessieren. Als quasi Offline-Variante ist für die tägliche Newskost RSSOwl zu empfehlen. Die Darstellung der Nachrichten kann auf „Newspaper“ umgestellt werden, welche ungefähr der Google Reader Darstellung entspricht. News können ebenfalls archiviert werden und stehen dann unabhängig vom Betreiber der Newsseite zur Verfügung.

Google Earth

Routenplanung, Entdecken von interessanten Orten, Streetview, weiterführende Informationen zu bestimmten Orten, Fotos: alles in einem.

Pidgin

Wer viel Chattet kennt das Problem: verschiedene Kontakte in unterschiedlichen Netzwerken. Und jedes Netzwerk möchte seinen eigenen Chatclient installiert wissen. Mit Pidgin ist man diese Flut von Chatprogrammen los, denn Pidgin unterstützt alle gängigen Chats: Facebook, Google Talk, MSN, ICQ, Yahoo, Jabber und noch ein paar mehr.

Tomboy

Notizen macht sich jeder. Meistens wurde aber gerade der Notizblock oder das Schreibgerät vom Tisch durch den Partner oder die Kinder entführt und man fuchtelt am Telefon oder (unbemerkt) im Chat erst einmal rum, wenn man sich etwas aufschreiben will. Hier setzt Tomboy an: schnell Alt-F12 (konfigurierbar) gedrückt und eine neue Notiz erstellt. Und so ganz nebenbei geht auch kein Zettel verloren. Dazu kann Tomboy sich auch mit einem Server synchronisieren und die Notizen stehen dadurch zu Hause und auch in der Arbeit gleichzeitig zur Verfügung.

Inkscape

Wer etwas mehr aus seinen Einladungskarten für die nächste Geburtstagsfeier machen will, der hat mit Inkscape alle Möglichkeiten, an denen irgendwann OpenOffice-Draw scheitert. Leider ist Inkscape beim Bildschirmaufbau noch etwas langsam, aber es lassen sich alle z.B. auf eine Bitmap angewendeten Effekte auch wieder rückgängig machen. Das kann das vergleichbare aber auch entsprechend teure Vektorzeichenprogramm CorelDRAW oder auch CorelPhotoPaint nicht.

GIMP

Wer künstlerisch begabt ist, kann mit GIMP wunderbare Grafiken erstellen. Zur Bildbearbeitung ist es DAS kostenfreie Tool, um am PC Bilder nachzubearbeiten. GIMP bietet dabei viele Funktionen, die sonst nur Profisoftware wie Photoshop bieten. Zum Anfang ist die GUI von GIMP zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber nach kurzer Einarbeitungszeit und dem Konsum von den schon zahlreich vorhandenen Hilfeseiten zu GIMP im Netz wird das Bearbeiten von Bildern schnell zum Kinderspiel. Das GIMP-eigene Format XCF speichert außerdem den Bearbeitungsverlauf eines Bildes, so dass auch nach dem Speichern und Öffnen eines Bildes frühere Bearbeitungsschritte rückgängig gemacht werden können.

IrfanView

Wer oft mit Bildern unterschiedlicher Formate umgeht wird sich sicher schon über die unzureichende Darstellung bzw. Vorschau der Bilder im Windows Explorer geärgert haben. Auch die eingebaute Windows Bildanzeige ist nur zur Anzeige einer kleinen Auswahl von Bildformaten fähig. Ganz anders IrfanView. Das Programm kann (erweitert durch die Plugins) alle Bildformate lesen. Wenn man will kann IrfanView sogar Videos wiedergeben. Ebenfalls lassen sich mit ausgewählten Bildern Galerien z.B. für die eigene Webseite automatisch erstellen. Ein mächtiges Feature ist außerdem die Batchkonvertierung oder -umbenennung. Damit können hochauflösende Bilder in einem Rutsch in eine kleiner Auflösung (z.B. auch wieder für die Webseite) konvertiert werden und Bilder z.B. nach Erstellungszeit umbenannt werden.

Bewerte diesen Beitrag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.