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Mit libvirt bzw. deren Kommandozeilen-Interface virsh kann ein Backup der VMs im laufenden Betrieb durchgeführt werden. Das nachfolgende Script stellt ein Grundgerüst, angeregt durch einen Artikel von Christian Rößner, für ein Backup nach der folgenden Methode zur Verfügung:

Es wird zuerst ein Snapshot aller Volumes einer VM angelegt. Dadurch besteht jedes Volume aus (mindestens) zwei Dateien: eine Datei mit den originalen Daten und eine zweite Datei, welche alle Änderungen gegenüber dem Originalvolume ab dem Erstellen des Snapshots enthält. Das Originalvolume wird bei aktivem Snapshot nicht mehr beschrieben, es kann nun problemlos gesichert werden. Zum Kopieren kann "cp -f --sparse=always ..." oder, sofern verfügbar, "rsync --sparse ..." zum Einsatz kommen. Beide Kommandos behandeln freien Platz in den Volumes optimal, rsync ist jedoch um einiges schneller, wenn im Backup-Verzeichnis bereits vom vorherigen Backup schon die gleiche Datei vorhanden ist, da dann nur die Änderungen kopiert werden. Anschließend werden mit einem sogenannten Blockcommit die im Snapshot als Änderungen geschriebene Blöcke in das Originalvolume wieder eingearbeitet. Das alles kann im laufenden Betrieb vom Host der VMs aus durchgeführt werden.

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Wer das Bedürfnis hat, Windows 10 in einer VM unter KVM/QEMU und Linux Mint 17.2 zu testen, muss als CPU-Modell cpu64-rhel6 einstellen, ansonsten startet die Installation nicht oder hängt mit einem Fehler in einer Bootschleife.

libvirt Einstellungen CPU-Modell Windows 10

Alternativ kann auch core2duo angegeben werden.

Beim Anlegen von virtuellen Maschinen mit virt-manager wird standardmäßig in der VM eine Grafikkarte mit dem Treiber QXL erstellt und die Anzeige auf Spice gestellt. Das ist ansich gut so, denn diese Kombination ist aktuell die schnellste Möglichkeit, grafische Elemente einer VM darzustellen. Wenn man dann in der VM arbeitet kann es jedoch vorkommen, dass einzelne Buchstaben in der Anzeige fehlen und das auch noch unabhängig davon, ob man nun virt-viewer oder spicec zur Anzeige des VM-Bildschirms verwendet:

KVM fehlende Buchstaben

Der Fehler liegt im QXL-Treiber. Dieser kann aktuell nicht richtig mit Composite umgehen. Abhilfe schafft, dem Kernel der VM einen Parameter hinzuzufügen:

  1. hinzufügen von "nomodeset" zu GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT in /etc/defaults/grub
  2. "update-grub" zur Aktualisierung von Grub

Nach einem Neustart der VM wirkt der neue Kernelparameter dann und der oben beschriebene Fehler tritt nicht mehr auf.

Weitere Informationen: