Mit dem letzten Nightly vom 03.04.2017 von LineageOS wurde zumindest für das Motorola Moto G4 (athene) gehörig am Stromverbrauch und damit der Akkulaufzeit geschraubt. Beeindruckend!

LineageOS Akkulaufzeit

Ok, darin ist noch keine wirkliche Nutzung enthalten. Aber für die Funktion "einfach nur in der Tasche stecken, um erreichbar zu sein" ist die oben angegebene Zeit ein mehr als beachtlicher Wert.

Weiter so!

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Seit mehreren Jahren setze ich auf meinen Android-Smartphones (soweit unterstützt) alternative ROMs ein, das heißt, Betriebssystemversionen, die von einer Community erstellt, gewartet und weiterentwickelt werden. Bei meinem ersten Kontakt mit Custom-ROMs war CyanogenMod prominenter Vertreter. Nach dem angekündigten, doch dann eher schlagartigem Ende von CyanogenMod landete ich automatisch bei dessen Nachfolger: LineageOS. Hier folgt quasi mein Android-Lebenslauf. ...weiterlesen "Mein Weg zu LineageOS"

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Seit längerem nutze ich nun Cyanogenmod und habe mein Smartphone auch verschlüsselt. Damit sind die Daten nun geschützt, jedoch kann bei einer verschlüsselten /data-Partition (nur diese Partition wird verschlüsselt) nicht mehr einfach mit Adb ein Cyanogenmod-Update eingespielt werden.

Die Methode ist, das Update per adb sideload einzuspielen, da die /system-Partition nicht verschlüsselt ist. Dazu muss in das Recovery-Image gebootet werden. Die wohl am häufigstens verwendeten Recovery-Images sind TWRP und seit neuestem auch die Cyanogenmod eigenen Recovery-Images. Beide bieten die Möglichkeit, das System-Image per sideload einzuspielen.

Kurz nach dem Starten von adb sideload <image.zip> kann folgender Fehler auftreten:

Ursache ist, dass adb auf dem Computer zu alt ist. Es wird aktuell mindestens 1.0.32 benötigt.

Leider ist selbst auf einem aktuellen Linux Mint, meiner bevorzugte Distribution, nur Version 1.0.31 enthalten. Man kommt also nicht drumherum, sich die Android-Developertools von Google herunterzuladen.

Danach ist der Sideload problemlos zum Updaten des Systems möglich.

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Wer K-9 Mail benutzt (nebenbei das beliebtestet OpenSoure-Programm für E-Mails unter Android) und zur Verschlüsselung der E-Mails mit PGP OpenKeychain verwendet, wird über kurz oder lang vor folgendem Problem stehen: dem Verschlüsseln von Anhängen.

Leider unterstützt K-9 Mail bisher den Standard PGP-MIME nicht, sondern kann verschlüsselte Nachrichten nur im Format PGP-Inline verschicken. Daraus ergeben sich gleich zwei Probleme:

  1. Beim Versenden von verschlüsselten Nachrichten wird nur der Nachrichtentext verschlüsselt. Etwaige Anhänge werden unverschlüsselt verschickt.Dieses Problem kann umgangen werden, indem die Anhänge zuerst mit OpenKeychain verschlüsselt werden und diese verschlüsselten Dateien dann der E-Mail angehängt werden. Sehr unhandlich.
  2. Beim Empfang von PGP-verschlüsselten Nachrichten können nur per PGP-Inline-kodierte Nachrichten sofort in K-9 Mail angezeigt werden.PGP-MIME-kodierte Nachrichten müssen erst abgespeichert werden und können anschließend in OpenKeychain entschlüsselt werden. Ebenfalls sehr unhandlich.

Wie man in folgenden Thread nachlesen kann, sind für die Implementierung von PGP-MIME in K-9 Mail umfassende Arbeiten an der Storage-Engine notwendig. Leider hat bis heute noch niemand entsprechend Zeit für eine Implementierung gefunden, obwohl es anscheinend zu den am meisten von den Benutzern gewünschten Erweiterungen zählt (inklusive mir). Wer mag, kann einen Anreiz für die Entwickler schaffen, indem er sie finanziell unterstützt. Ein entsprechende Seite bei Bountysource ist eingerichtet und steht aktuell bei US$ 1.015.

Wer sich Tipparbeit und das Wechseln durch viele Apps am Android-Smarthone sparen will, kann die App Airdroid einsetzen. Mit dieser App ist es möglich, Kontakte, Bilder, Videos, Musik und viele andere Sachen, die auf dem Smartphone gespeichert sind, per Webbrowser zu verwalten. Es lassen sich APKs der installierten Apps herunterladen wie auch neue APKs installieren. Ebenso kann das SMS/MMS- und das Anruf-Protokoll angezeigt werden. Für den Einsatz im heimischen Netz ist dazu nicht einmal eine Anmeldung bei den Betreibern der Synchronisationsserver von Airdroid notwendig. Ein besonderes Gimmick ist die Übertragung der Android-Notifications. Man braucht also sein Smartphone nicht mehr aufwecken um zu sehen, wer gerade eine SMS geschrieben hat oder irgendjemand per WhatsApp oder Hangout mitteilungsbedürftig war.

Nach der Installation von Airdroid braucht man sich für den ausschließlichen Gebrauch im heimischen Netzwerk nicht unbedingt beim Airdroid-Betreiber anmelden. Wer mag, kann Airdroid in einem weiteren Schritt die Berechtigung erteilen, die Android-Notifications zu lesen. Anschließend wird eine URL angezeigt (im heimischen Netzwerk die mit der IP-Adresse wählen), mit der man sich über den Browser mit Airdroid verbinden kann.

Airdroid Weboberfläche

Insgesamt ist Airdroid eine sehr funktionale App, die auch noch eine meiner Meinung nach ansprechende Oberfläche bietet.