Lange Zeit war es still um ".DE Deutsche Domain" bzw. den Absender deutschedomain.com. Die letzten dokumentierten Fälle stammen aus Oktober und November 2015. Heute jedoch flatterte wieder einer dieser Abzockversuche ins digitale Postfach:

Sehr geehrte Frau / Herr,

Nachfolgend die Einzelheiten zu der Domainregistrierung für 2016 / 2017.

Wir hoffen, Sie ausreichend informiert zu haben.

Mit freundlichen Grüssen

Anna Müller

Kundendienst
DE Deutsche Domain
info@deutschedomain.com

Schon dass hier keine korrekte Anrede verwendet wurde sollte aufhorchen lassen. Im Anhang befindet sich dann ein bemerkenswertes PDF mit Namen "Rechnung 232366.pdf":

Rechnung 232366

Was als erstes an dieser "Rechnung" auffällt: sie ist schlicht an niemanden gerichtet. Ebenfalls unklar ist der Rechnungsgegenstand. Um welche Domain handelt es sich hier? Die bei Rechnungen erforderliche USt-ID oder Steuernummer fehlt ebenfalls.

Der Betrugsversuch wird erst im Kleingedruckten offenbar. Dort ist unter anderem zu lesen:

Dies ist ein angebot und keine rechnung, die zahlung auf dieses angebot hin wird als annahme des angebotes oder auftragsbestätigung verstanden.

Das Ganze ist also mitnichten eine Rechnung, sondern ein (selten dämliches) Angebot, bei dem noch nicht einmal die angebotene Leistung, auch nicht aus dem Kleingedruckten, ersichtlich ist.

Welche Fakten kann man dem PDF noch entnehmen?

  • Die Echtheit der angegebenen Telefonnummer wage ich zu bezweifeln. Nur fünfstellige Telefonnummern in Berlin?
  • Als Kontaktadresse ist nur ein Postfach (also keine ladungsfähige Adresse) in Berlin angegeben.
  • Überwiesen werden soll an eine spanische Bank (zu erkennen an dem Kürzel "ES" am Anfang der IBAN). Die Prüfung der IBAN ergibt, dass das Konto bei der Zweigstelle 0104 der UNICAJA BANCO, S.A., Malaga geführt wird.
  • Dass der PDF-Seitentitel "Página 1" (spanisch für "Seite 1") und der Benutzername "Usuario" (spanisch für "Benutzer") lautet, deutet darauf hin, dass Spanien auch der Ursprungsort des PDFs ist.
  • Zum Erstellen des PDFs wurde anscheinend CorelDRAW X5 verwendet. Dieser Hinweis und die eingebetteten Schriftarten ArialMT und Arial-BoldMT deuten auf einen Windows-Rechner hin.

Was gibt der E-Mail-Header her?

Hier die relevanten Header-Zeilen:

Anscheinend wurde die E-Mail direkt über das Webinterface von Microsoft bzw. Live gesendet. Die angegebene x-originating-ip ist einem Netblock von Microsoft zugeordnet. Der Umstand, dass Microsoft eine DKIM-Signatur einfügt und das Setzen der Absenderdomain erlaubt deutet darauf hin, dass ein Benutzerkonto verwendet wurde, welches durch Microsoft auch der Absenderdomain deutschedomain.com zugeordnet werden kann.

Mehr kann den ganzen Microsoft spezifischen Headern wohl nur Microsoft selbst entnehmen.

Die Domain deutschedomain.com

Die Domain wurde über GODADDY registriert. Als Inhaber wurde eine Firma "NL Domein Hosting" in Amsterdam angegeben. Lt. Google Maps gibt es die angegebene Adresse des Domaininhabers nicht. Die angegebene Telefonnumer aus den Niederlanden hat schon eine Ortsvorwahl welche nicht existiert.

Der für diese Domain zuständige Mailserver wird ebenfalls von GODADDY betrieben. Das hilft also auch nicht weiter.

Fazit

Es bleibt nur eins: auf gar keinen Fall zahlen! Evtl. sogar Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei erstatten.

Bilder sind ein Hingucker. Eine gut gemachte Grafik zum Thema lockert den Textfluß auf und sorgt bei geschicktem Einfügen in den Text für kleine Pausen beim Lesen längerer Artikel. Das Problem: woher bekommt der Hobby-Blogger Bilder, die er auf seinem Blog ohne schlechtes Gewissen und rechtlich unbedenklich verwenden darf? Gegen Geld ist natürlich jede Qualität und Quantität zu haben. Bei den meisten privat betriebenen Blogs dürfte allerdings der Geldbeutel mit den meist hohen Lizenzgebühren für ein einziges Bild überfordert sein.

Aber auch hierfür gibt es eine Lösung: einige Hobbyfotografen stellen ihre Bilder kostenfrei zur Verfügung und einige sogar unter einer sogenannten CC0-Lizenz, welche auch die komerzielle Verwendung ohne Namensnennung erlaubt. Eine Webseite, auf der bereits sehr viele und qualitativ hochwertige Fotos unter CC0-Lizenz von den jeweiligen Fotografen hochgeladen wurden ist Pixabay.

In den Nutzungsbedingungen wird klargestellt, dass die Fotografen mit dem Hochladen ein unbeschränktes Nutzungsrecht ohne jegliche Bedingungen für jedermann einräumen.

Indem Sie Bilder hochladen, gehen diese unter der Verzichtserklärung Creative Commons CC0 als gemeinfrei in die Public Domain über. Urheberrechtsinhaber von hochgeladenen Bildern räumen ein unbeschränktes Nutzungsrecht ohne jegliche Bedingungen für jedermann ein.

Natürlich freut sich der Fotograf über einen neuen Follower auf Pixabay oder über einen Backlink. Außerdem kann dem Fotographen ein "Kaffee" in Form einer kleinen Überweisung (über Paypal) direkt auf Pixabay gespendet werden.

Bilder-Gimmick für WordPress-Nutzer

Blogger, die WordPress einsetzten, können außerdem das von Pixabay erstellt Plugin Pixabay Images nutzen, mit dem die Suche, das Herunterladen und das Einfügen passender Bilder ins eigene Blog zum Kinderspiel wird.

WordPress Plugin Pixabay Images

Die mit dem Plugin heruntergeladenen Bilder werden automatisch mit der Herkunfts-URL und dem Autor in der WordPress-Medienübersicht gekennzeichnet.

Einfacher geht es nun wirklich nicht.

Wer wie ich den Testflug der Orion-Mission mitgemacht hat, kann sich jetzt ein Ticket für die nächste Marsmission mit dem Namen InSight bei der NASA reservieren (neue Interessenten können sich natürlich auch registrieren). Inkl. Bonus-Meilen/Kilometer ;)

NASA Boarding Pass INSIGHT

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Viele dürften über die Vorgänge um die Abmahnungen rund um RedTube informiert und einige sehr verunsichert sein. Ist Streaming nun legal oder nicht? Allgemein kann man wohl sagen, dass das Anschauen oder Anhören eines Streams keine Konsequenzen hat, auch wenn das in einer rechtlichen Grauzone liegt. Vielmehr braucht der Bereitsteller des Streams entsprechende Rechte oder Lizenzen, um die Werke überhaupt streamen zu können. Hat er die nicht, so ist das illegal. Wie aber nun soll ich erkennen, ob der Stream vom Anbieter lizensiert ist oder nicht?

Mit Werken, die unter einer entsprechenden CreativeCommons-Lizenz stehen hat man damit erstmal keine Probleme, außer der GEMA vielleicht, aber das ist ein anderes Thema.

Falling More In Love written by Sage (Celestial Grounds) / Produced by Jeremy Allred (Cufool)