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Leider ist die Version 1.x von GPG nicht mehr auf der Webseite des GnuPG-Projekts verlinkt. Für Windows werden dort nur noch die Downloadlinks für GPG 2.x angeboten. Das für Windows vorkompilierte Paket GPG4WIN verwende ich jedoch nicht, da es von Firmen erstellt wurde, die nicht mein Vertrauen genießen. Die aktuellen Binaries der Version 1.x für Windows sind auf dem FTP-Server von GnuPG unter der Adresse ftp://ftp.gnupg.org/gcrypt/binary/ zu finden.

Die Version 1.4.12 von GnuPG arbeitet anstandslos mit dem Thunderbird-Plugin Enigmail 1.4 zusammen.

Thunderbird lässt sich mit ein paar Einstellungen für eine bessere Tastaturnavigation konfigurieren. Mit der Taste N kann man schnell zur nächsten ungelesenen Nachricht weiterschalten. Falls die Nachrichten evtl. direkt vom Server aber schon in unterschiedliche Ordner einsortiert worden sind, erscheint beim Wechseln des Ordners eine Frage, ob auch wirklich in den neuen Ordner gewechselt werden soll. Diese Frage finde ich unnötig - sie lässt sich abstellen. Unter Einstellungen -> Erweitert -> Konfiguration bearbeiten gelangt man zu den Einstellungen, die nicht direkt in der Oberfläche bearbeitet werden können. Die Einstellung

ist zuständig für die Frage beim Ordnerwechsel. Stellt man hier (durch einen Doppelklick) den Wert 3 ein, erscheint die Frage beim Ordnerwechsel nicht mehr.

Nicht direkt mit der Tastaturnavigation zu tun, aber für Benutzer mit einem IMAP-Postfach und mehreren vom Server direkt befüllten Ordnern nützlich, ist noch folgende Einstellung:

Nach dem Setzen des Wertes auf true werden alle IMAP-Postfächer nach neuen E-Mails durchsucht.

Für die Verwaltung der E-Mail-Flut wird oft Thunderbird von Mozilla eingesetzt. Der Standardfunktionsumfang lässt sich (wie auch der Browser Firefox) durch Plugins erweitern. Meine bevorzugten Plugins möchte ich im Folgenden kurz vorstellen:

Deutsches Wörterbuch

Das Plugin wird bei der Installation standardmäßig mitinstalliert und macht schon beim Schreiben auf eventuelle Orthographiefehler aufmerksam.

Enigmail

Eigentlich ein Muss für jeden, der E-Mails nicht ungeschützt wie beispielsweise eine Postkarte versenden will. Enigmail bedient sich für die Verschlüsselung des Programms GPG. Allgemeine Informationen über das Verfahren erhält man im Wikipedia-Artikel. GPG muss vor der Installation bereits installiert worden sein. Eine Anleitung zum Theme Verschlüsselung mit GPG unter Windows hat Brendan Kidwell verfasst. ...weiterlesen "Thunderbird Plugins"

Nachdem nun mein eigener Mailserver online ist, er nicht in einem Dialin-IP-Block liegt und (ich hoffe) anständig mit TLS und saslauthd abgesichert ist, kann ich getrost Adieu zum E-Mail-Paket sagen, da ich nun alle Funktionen, insbesondere das Verwenden der unterschiedlichen eigenen E-Mail-Adressen selber erledigen kann.

Ich zähle zu den Verückten, die das T-Online E-Mail-Paket nutzen. Ausschlaggebend für die Nutzung war, dass beim Versand eine X-beliebige Abenderadresse eingestellt werden kann. "Normale" Kunden können das auch, aber die Absenderadresse wird von T-Online beim Versand mit der T-Online E-Mail-Adresse des Kunden ersetzt. Nicht so beim E-Mail-Paket, da bleibt die vom Versender vorgegebene Absenderadresse erhalten. Soweit, so gut.

Seit kurzem fiel mir auf, dass ich E-Mails erhalte, die an meine T-Online-Adresse gerichtet waren. Wie, was, wo? Die habe ich doch niemandem herausgegeben. Ich versende immer mit einer Absenderadresse einer auf mich registrierten Domain. Und habe das E-Mail-Paket. Ein kurzer Check in den eingegangenen E-Mails brachte die Katastrophe dann ans Tageslicht. Das ging seit ca. einem Jahr schon so...

Was nun? Ok. 1. Leistungsbeschreibung von T-Online für das E-Mail-Paket checken. Punkt 1.4: Simple Mail Transfer Protocol (=SMTP) - Relayserver
Der SMTP-Relayserver ermöglicht dem Kunden E-Mails mit seiner eigenen Domain als Absenderadresse zu versenden (Beispiel: name@meine-Internetadresse.de).
. Ok. Die Leistung gibt es also noch. Ich habe keine AGB-Änderung übersehen. 2. Test-E-Mail an externe Adresse verschicken. Kommt mit T-Online-Absenderadresse an... Hm... 3. Hilfeseiten bei T-Online. Dort findet man dann bei Fragen und Antworten zum E-Mail Paket unter dem Titel Wie kann ich meine E-Mails über ein E-Mail-Programm empfangen und senden? die zum E-Mail-Versand einzustellenden SMTP-Server. Da ich ein sicherheitsbewusster Netzbürger bin, habe ich den SMTP-Server mit SSL-Verschlüsselung gewählt: securesmtp.t-online.de. Alles nochmal kontrolliert. Postfix-Transports-Tabelle genau gecheckt und mail.log angesehen. Die E-Mails werden über den richtigen Server verschickt. Hm, habe ich jetzt jahrelang für eine Leistung bezahlt, die gar nicht funktioniert? Blieb 5. nur der Griff zum Telefon, da auf der Kontaktseite bei T-Online leider keinerlei E-Mail-Adresse angegeben ist.

Es ist ca. 21:30 Uhr und von der Störungsstelle ist noch jemand da. Klasse. Ich schildere mein Problem. E-Mail-Paket wurde verstanden. Die Möglichkeit, eine eigene Absenderadresse einzustellen, die dann auch erhalten bleibt, war unbekannt. Grml. Ich las den oben genannten Punkt der Leistungsbeschreibung vor. Erstaunen am anderen Ende. Die Dame vom Support schaffte es aber blitzschnell, mich selbst in Erstaunen zu versetzen: Haben Sie denn ein Stichwort, unter dem ich in unserer Datenbank suchen könnte?. Mir fiel in dem Moment nichts besseres als SMTP-Relay ein (wobei ich Relay auch noch buchstabieren musste). Es fand sich ein Eintrag in der Datenbank: eine Anleitung für Outlook und dergleichen. Ich hörte den Ausführungen brav zu, und, was war das? Ein anderer SMTP-Servername: smtprelay.t-online.de. Ich wurde gefragt, ob ich das denn kurz ausprobieren könnte. Na, warum nicht. Meine Frage nach zwei Minuten Zeit zum Postfix einstellen waren kein Problem. Und welch Wunder. Eine Test-E-Mail behielt den eingestellten Absender. Wow, Freude auf beiden Seiten. Die Dame wollte sich auch ein "Lesezeichen" auf diesen Artikel in ihrer Datenbank setzten ;)

Später fand ich auf der gleichen Hilfeseite zum E-Mail-Paket dann noch eine Antwort auf die Frage: Welche Einstellungen sind notwendig, um SMTP-Relayserver nutzen zu können?. Dort wurde auch der richtige zu verwendende SMTP-Server angegeben. Verwunderlich ist nur, warum das in der ersten Antwort nicht so drin steht, da damit ja offensichtlich nicht alle Funktionen des E-Mail-Pakets nutzbar sind.

Also noch mal kurz und knapp: für Nutzer des E-Mail-Paketes von T-Online muss, damit die angegebene Absenderadresse von T-Online nicht umgeschrieben wird, der Postausgangssserver smtprelay.t-online.de angegeben werden.

Und die Moral von der Geschicht: auch T-Online-Support-Mitarbeiter bekommen heraus, wo der Hase im Pfeffer liegt.