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Nach ein paar Lobgesängen auf LineageOS hier im Blog habe ich heute meine letzte Version mit einem Stock-ROM überschrieben. Leider hat sich LineageOS für meine Handy-Modelle nicht so entwickelt, wie ich es mir gewünscht hätte oder wie ich es von anderen OpenSource-Projekten gewohnt bin.

Nach dem fulminanten Start von LineageOS Anfang 2017 und der durch das Forken von CyanogenMod unmittelbar verfügbaren breiten Unterstützung von Handymodellen schien der weitere Betrieb meiner ohnehin schon auf CyanogenMod laufenden Handys weiter gesichert. Auch der im LineageOS-Wiki dokumentierte Support meines aktuellsten Handy-Modells durch gleich drei Entwickler ließ Gutes erwarten.

Anders als bei CyanogenMod gab und gibt es bei LineageOS noch keine offiziellen Versionen. Historisch gewachsen werden Nightlys, entgegen dem Namen, wöchentlich gebaut. Ich war bei den Nightlys immer an vorderster Front dabei und habe seit der Verfügbarkeit eines Bug- bzw. Regression-Trackers auch fleißig Tickets eingereicht.

Leider werden seit Mitte letzten Jahres von allen drei Entwicklern für mein Handymodell keine Bugs mehr behoben. Elementare Sachen wie z.B. die Anzeige des Energieverbrauchs durch einzelne Apps oder etwa ganz einfache Sachen wie die Anzeige des durch Videos verbrauchten Speichers (es wird immer 0 angezeigt) funktionieren nicht. Videos länger als 2 Minuten aufzunehmen ist sinnlos, da diese anschließend nur ruckeln. Dazu kommen tägliche Random-Reboots, welche sicherlich die ärgerlichsten der bisher nicht behobenen Fehler sein dürften. Verweise auf die volle Konzentration der Entwickler auf eine neue Version (Oreo) kann ich nicht nachvollziehen, da solch eine Version nach einem ganzen Jahr bisher nicht erschienen ist und auch in den entsprechenden Repositories keinerlei Commits dieser Art zu finden sind. Die bisher letzte Version von LineageOS für mein Handymodell strotzt leider nur so von Fehlern.

Das wieder auf das Stock-ROM zurückgesetzte Handy, welches nach wie vor tadellos funktioniert, wird morgen verschenkt. Mein aktuelles Handy hat von vornherein sein Stock-ROM behalten (der geneigte Leser findet sicherlich schnell heraus, welche Marke ich bevorzuge).

Schade für LineageOS, welche so ambitioniert und großartig gestartet ist, leider aber kein generelles Konzept für die Entwicklung durchsetzten konnte.

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Du kannst HTTPS-Traffic von WinHttp tracen haben sie gesagt:

  1. netsh winhttp set tracing trace-file-prefix="C:\Temp\dpws" level=verbose format=ansi state=enabled max-trace-file-size=1073741824

Das Kommando erzählt unter Windows 10, dass das jetzt ganz anders geht:

  1. C:\WINDOWS\system32>netsh winhttp set tracing trace-file-prefix="C:\TEMP\WinHTTP" level=verbose format=ansi state=enabled max-trace-file-size=1073741824
  2.  
  3. Verwendet "netsh trace start scenario=InternetClient".

Das "neue" Kommando speichert den Trace natürlich wo ganz anders:

  1. C:\WINDOWS\system32>netsh trace start scenario=InternetClient
  2.  
  3. Ablaufverfolgungskonfiguration:
  4. -------------------------------------------------------------------
  5. Status:             Wird ausgeführt
  6. Ablaufverfolgungsdatei:         C:\Users\Ich\AppData\Local\Temp\NetTraces\NetTrace.etl
  7. Anfügen:             Aus
  8. Kreisförmig:           Ein
  9. Maximale Größe:           250 MB
  10. Bericht:             Aus

Das neue Tracing erzeugt ETL-Files haben sie gesagt. Die Daten des Traces kann man sich mit dem seit 2010 nicht mehr weiterentwickelten Microsoft Network Monitor ansehen:

Trace events are collected in the ETL file, which can be viewed using tools such as Network Monitor.

Das Ganze sieht dann so aus:

Wie man sieht, sieht man genau nichts. Danke für gar nichts, Microsoft.

Schwerwiegende Fehler in Anwendungen oder Windows-Komponenten, dann wenn ein Programm abstürzt, werden vom Windows Error Reporting (in deutschsprachigen Versionen: Windows Fehlerberichterstattung) abgefangen. Diese Windows-Komponente erstellt daraufhin ein Speicherabbild der fehlerhaften Anwendung und läd diese Informationen anschließend auf Microsoft-Server hoch.

Beim Entwickeln von Anwendungen bedient man sich des Umstandes, dass durch speziell ausgelöste Programmfehler ein Windows-Dialog angezeigt wird, in dem man einen auf dem System installierten Debugger auswählen kann, um sein eigenes Programm weiter zu testen. Leider wird durch das Windows Error Reporting dieser Dialog schon abgefangen und man hat keine Möglichkeit mehr, das eigene Programm zu testen, ohne es direkt aus dem Entwicklungs-Debugger (z.B. Visual Studio) gestartet zu haben. ...weiterlesen "Windows Error Reporting abschalten"

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Das beste Monitoring ist eher nervig, wenn die Auswertungen oder Graphen nicht ansprechend aussehen oder zu kompliziert zu bedienen sind. Hier setzt die Opensource Software Grafana Maßstäbe: ein schlichtes Design verbunden mit vielen verschiedenen Widgets, die sich aus den unterschiedlichsten Datenquellen füttern lassen. Dazu komplett im Browser zu erstellende Dashboards, die das Admin-Herz höher schlagen lassen. Obendrauf noch die einfach zu installierende App worldPing, welche verschiedene Checks von Rechnern aus der ganzen Welt aus ausführt. Fertig ist das Monitoring der eigenen Webseite. Und das auch noch kostenlos. ...weiterlesen "worldPing: Monitoring der eigenen Webseite leicht gemacht"

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Immer mal wieder geht die verteilte Suchmaschine Yacy durch die Medien, Blogs und Chats. Offenbar haben viele Internetnutzer das Bedürfnis, sich ob der vielen Datenschutzbedenken von den großen etablierten Suchmaschinen zu lösen, was erfreulich ist. Für Experimentierfreudige ist Yacy ein Projekt, um einmal in den Aufbau einer verteilten Suchmaschine und deren Funktionsweise reinzuschnuppern. Ich habe dieses Experiment gewagt und möchte nach ca. dreimonatiger Anwendung über meine Erfahrungen berichten. ...weiterlesen "Kommentar: Yacy? Eher nicht."